SPD Sommerfest in Kleinmachnow

Der Marktplatz von Kleinmachnow ist überschaubar. Die SPD-Ortsgruppe hat sich für ihr Sommerfest die Südseite des Platzes ausgesucht – die Bühne steht vor der Gemeindeverwaltung und Edeka. Links Buden mit Wahlwerbung für die regionalen und Bundestagskandidaten aus der Gegend. Rechts Bier, Bratwurst und volksnah angebotener selbstgebackener Kuchen – irgendwie rührend. Die freiwillige Jugendfeuerwehr wirbt neue Mitglieder. Die nicht direkt in die Veranstaltung involvierten Kleinmachnower flanieren an den Rändern des Platzes mit wenig neugierigen Blicken vorbei, stehen bleiben sie erst, als die Musik anfängt zu spielen.

Die Sonne scheint. Vor uns spielt eine Band Populäres mit zwei(!) Keyboards. Die bereitgestellten Bänke sind ganz gut besetzt, die Leute werden animiert mitzusingen, die Texte liegen auf den Tischen, wenn der Wind sie nicht weggeblasen hat. Wer sich allerdings ausgedacht hat, sie mit Grablichten als Beschwerer am Abfliegen zu hindern, der wird wahrscheinlich von der CDU sein.

Unser für den Anlass zeitlich zurechtgestutztes Programm erreicht die Leute. Wir sind gut drauf und die Älteren kennen die Titel und singen mit, die Anderen hören immerhin interessiert zu.  Es sind nicht alles SPD-Fans sondern auch Zugereiste, die wegen team 67 gekommen sind!

Ein Bewohner beschwert sich lautstark über die Störung seines Nachmittags. Sind wir zu laut? Nein! Er verträgt den Geruch von gegrillter Bratwurst nicht.

Wir sollten nicht die letzte Band an diesem Tag sein, sind es aber, weil es stark zu regnen anfängt. Bald sind mehr Musiker auf dem Platz bzw. unter den schützenden Schirmen der Buden als Genossen. Immerhin erhalten wir von den Kollegen aufmunternden Zuspruch. Unser Tun hätte Struktur und Pfiff, wäre gut gearbeitet, und wir könnten es durchaus mit vielen anderen Bands aufnehmen. Fazit: auch wenn es der SPD keine Stimmen bringen sollte, uns hat‘s genutzt.

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